Wie alles im Herbst 2009 begann
Alexandra und ich trafen uns zwei Mal pro Monat
um von Tür zu Tür zu gehen. Mit einem Fragebogen
zum Thema Integration wollten wir mit Frauen ins
Gespräch kommen und Kontakte knüpfen. - Im Zug
machte ich eine Bekanntschaft mit einer Muslimin
aus Burundi. Dadurch hatten wir die Möglichkeit,
den ersten Schritt ins Asylheim zu machen. Dort
können wir immer wieder neue Begegnungen mit
Frauen haben. - In meiner Arbeit als
Physiotherapeutin habe ich oft Patientinnen aus
anderen Ländern. Solche natürlichen Begegnungen
habe ich als Chance genutzt. Solche Kontakte sind
für uns eine Bereicherung. Wir sehen unsere Arbeit
als einen klaren Auftrag Gottes und möchten sein
Werkzeug für unsere Gäste in unserem Land sein.
Was machen wir aktuell
Netzwerk: ein Mal pro Monat gehen wir mit dem Evangelisationsnetzwerk in
einem Immigrantenteam auf die Strasse. Dort sprechen wir Ausländer an,
beschenken sie und kommen mit ihnen ins Gespräch.
Besuche: Vertrauen wächst über regelmässigen Kontakt und Beziehung. Darum
besuchen wir die Frauen regelmässig, denn für sie ist es oft der grössere
Schritt, uns zu besuchen.
Praktische Hilfe: beim Übersetzen, Einkaufen, Umziehen, Arbeit suchen,
Begleitung bei Terminen... wir möchten auch ganz praktisch tätig sein. Die
Frauen nehmen die Hilfe noch viel zu wenig in Anspruch, weil sie es von
Schweizerinnen nicht gewohnt sind.
Ausflüge: Zusammen etwas erleben, entdecken, unternehmen und abschalten.
Die Ausflüge machen wir meist als ganze CM-Gruppe Bülach. So können ihre
Männer auch an den Aktivitäten teilnehmen.
Lindentreff: Im März 2011 starteten wir in unserem Lokal den Frauentreff. Ziel
des Frauentreffs ist Gemeinschaft, Austausch, Gebet und Ermutigungen aus
Gottes Wort weitergeben.
Was sind unsere Highlights
Immer wieder freut es mich, wenn Frauen uns einladen, manchmal «bekochen»
und nicht mehr gehen lassen wollen. Sie finden es so wertvoll, mit uns Zeit zu
verbringen. Wir sind so dankbar, wenn die Frauen uns auf unsere Beweggründe
oder auch konkret auf den Glauben ansprechen, wir Zeugnis geben dürfen und
sie nach dem Gebet, Gottes Kraft spüren.
Was sind unsere Schwierigkeiten
Wir wären gerne mehr Frauen in dieser Aufgabe. So kommen wir oft an unsere
Grenzen, weil uns die Zeit fehlt, um alle Frauen regelmässig zu besuchen. Der
erste Schritt zu den Ausländerinnen geht immer von uns aus. Wenn wir nicht
dran bleiben, schlafen die Kontakte ein. Manchmal verdriesst es uns, wenn die
Frauen versprechen, dass sie kommen und wir dann doch alleine da stehen.
Hansjörg Schärers Unterstützung für die Arbeit unter Frauen
Die Hauptunterstützung ist natürlich gegeben, da wir zusammen die CM-Gruppe
Bülach bilden. Wir besprechen gemeinsam die Finanzen und die Benutzung des
Raums. Zum Teil organisieren wir gemeinsame Ausflüge. Die Endphase der
Flyergestaltung übernimmt Hansjörg. Wir tauschen konkrete Gebetsanliegen
aus, die Hansjörg weiterbewegt und -trägt. Es tut gut, einander so mit den
unterschiedlichen Gaben und Kapazitäten zu ergänzen. Wir sind privilegiert,
einen Vollzeiter im Team zu haben.
Angela Marrocco
Mitgründerin CM-Gruppe Bülach und Mitleiterin Frauentreff
Ausländerinnen sind
uns ein Anliegen, weil
sie es in einem
fremden Land nicht
einfach haben. Vieles
ist für sie neu. So
bietet sich ihnen eine
Chance, dass sie
Jesus in der Schweiz
kennen lernen
können.
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MEOS Svizzera
Arbeit unter Immigrantinnen